Neues Coronavirus

Kurzarbeit infolge des Coronavirus

Kurzarbeit ist die vorübergehende Reduzierung oder Einstellung der Arbeit in einem Betrieb aus unvermeidbaren wirtschaftlichen Gründen. Arbeitsausfälle als Folge des Coronavirus gehören nicht zum normalen Betriebsrisiko und berechtigen zum Bezug der Kurzarbeitsentschädigung (KAE).


Für wen ist Kurzarbeit möglich?


MÖGLICH


  • Arbeitnehmende mit unbefristetem Arbeitsvertrag
  • Arbeitnehmende im Stundenlohn
  • Arbeitnehmende mit befristetem Arbeitsvertrag ohne vertragliche Kündigungsmöglichkeit und mit regelmässigem Arbeitspensum
  • Arbeitnehmende auf Abruf**
  • Lernende*

NICHT MÖGLICH


  • Arbeitnehmende die mit der Kurzarbeit nicht einverstanden sind
  • Arbeitnehmende in gekündigtem Arbeitsverhältnis
  • mitarbeitende Ehegatten des Arbeitgebers***
  • Finanziell am Betrieb beteiligte Personen***
  • Geschäftsleitungsmitglieder***
  • Einzelunternehmer/innen***


  • * unter folgenden Bedingungen: Ausbildung wird weitergeführt; Betriebsschliessung wegen behördlicher Massnahmen oder Verbot der Tätigkeit; Subsidiär (ergänzend) zu anderen finanziellen Unterstützungsleistungen für Deckung Lehrlingslöhne
  • ** wenn mind. seit 6 Monaten im Betrieb
  • *** Selbständig Erwerbende (Einzelunternehmer/innen) und Mitarbeiter in arbeitgeberähnlicher Position können ihren Anspruch auf eine Erwerbslosenentschädigung in Form von Taggeldern über die EO-Versicherung geltend machen. Mehr Informationen finden Sie hier: Informationen Selbständige.
  • Das Gesuch muss grundsätzlich 10 Tage im Voraus beim Amt für Wirtschaft und Arbeit (ZH) eintreffen (https://www.job-room.ch). Wenn der Bundesrat neue Massnahmen ergreift, die innert weniger als zehn Tagen greifen, gelten kürzere Fristen.
  • Die Karenzfrist beträgt 0 Tage.
  • Die Bewilligungsdauer von Kurzarbeit beträgt 6 Monate.
  • Die gesetzlichen und vertraglich vereinbarten Sozialversicherungsbeiträge müssen bei Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung entsprechend der normalen Arbeitszeit, also auf 100 % des Lohnes, bezahlt werden. Die Arbeitnehmeranteile (auch BVG, KTG) können wie gewohnt vom Bruttolohn abgezogen werden. Von der Arbeitslosenkasse entschädigt werden aber nur AHV, IV, EO und ALV. Die Arbeitgeberbeiträge für BVG oder eine freiwillig abgeschlossene Krankentaggeldversicherung werden von der Arbeitslosenkasse nicht entschädigt.
  • Das Parlament hat sich am 18. Dezember 2020 auf einen zusätzlichen Artikel im Covid-19-Gesetz geeinigt. Demnach erhalten Personen mit einem Einkommen von bis zu 3470 Franken bei Kurzarbeit 100% entschädigt. Bei Einkommen zwischen 3470 und 4340 Franken beträgt die Kurzarbeitsentschädigung bei vollständigem Verdienstausfall ebenfalls 3470 Franken; teilweise Verdienstausfälle werden anteilig berechnet. Die Einstufung von Teilzeitlöhnen findet anhand des auf ein Vollzeitpensum hochgerechneten Lohnes statt. Ab 4340 Franken gilt die reguläre Entschädigung von 80%. Die Regelung ist direkt anwendbar. Sie gilt rückwirkend ab dem 1. Dezember 2020 und ist bis zum 30. Juni befristet.

Abrechnungsformulare

Für die Abrechnung von KAE sind ausschliesslich die auf arbeit.swiss zur Verfügung stehenden COVID-19-Excel-Formulare zu verwenden, unabhängig von der Begründung der KAE.

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