Eigenmietwert - Wirtschaftskommission des Ständerates eröffnet die Vernehmlassung

Die WAK-S (Wirtschaftskommission des Ständerates) schlägt vor im Gegenzug für die Abschaffung des Eigenmietwertes für selbstbewohntes Wohneigentum, die Abzüge für die Gewinnungskosten, das heisst Unterhaltskosten, Instandsetzungskosten von neu erworbenen Liegenschaften, die Versicherungsprämien sowie die Kosten für die Verwaltung durch Dritte, auf Bundes- wie auch auf Kantonsebene aufzuheben. Auf selbstgenutzten Zweitliegenschaften soll der Eigenmietwert bestehen und damit auch die Gewinnungskosten abzugsfähig bleiben.

Die WAK-S sieht vor auf Bundesebene weder Energiespar- und Umweltabzüge noch Abzüge für denkmalpflegerische Arbeiten zuzulassen. Die Kantone wären jedoch frei in ihrer Steuergesetzgebung weiterhin solche Abzüge vorzusehen. Den Schuldzinsabzug auf selbstgenutztem Wohneigentum gibt die Kommission mit mehreren Varianten in die Vernehmlassung. Je nach Höhe des Hypothekarzinsniveaus und in Abhängigkeit von der gewählten Variante für den Schuldzinsabzug können sich aus der Reform beträchtliche Mehr- oder Mindereinnahmen für Bund, Kantone und Gemeinden ergeben.

Im Sinne des Verfassungsauftrages der Wohneigentumsförderung sieht die WAK-S zudem einen zeitlich und betragsmässig begrenzten Sonderabzug für Ersterwerber vor, um es insbesondere jüngeren Leuten einfacher zu ermöglichen, Wohneigentum zu erwerben.