Quellensteuer 2021

Per 1. Januar 2021 tritt die revidierte Quellenbesteuerung in Kraft und gilt ab dem Steuerjahr 2021. Sie führt zu einem vereinheitlichten Verfahren und Tarifen in allen Kantonen. Die Änderungen sind für Arbeitgeber und insbesondere die HR-Fachleute mit einigem Mehraufwand verbunden, welchem aber Dank dem Einsatz des ELM-Verfahrens (einheitliches Lohnmeldewesen) etwas entgegengewirkt werden kann.

Neu müssen die Arbeitgeber die Quellensteuerabrechnung mit

  • dem anspruchsberechtigten Kanton und
  • nach dessen Modell (Monats- oder Jahresmodell) abrechnen.

In der Regel dürfte das der Wohnsitzkanton des Arbeitnehmers sein. Die Arbeitgeber können also nicht mehr wie bisher sämtliche Arbeitnehmer mit der Sitzgemeinde des Arbeitgebers abrechnen.

Unter dem alten Recht abgeschlossene Rulings verlieren ihre Gültigkeit

Der Quellensteuercode D (Nebenerwerb) entfällt

An seine Stelle tritt die Anwendung der ordentlichen Tarife. Bei mehreren Teilzeittätigkeiten wird eine komplexe Einkommenshochrechnung zur Ermittlung eines satzbestimmenden Einkommens notwendig.

Korrektur der Quellensteuer oder NOV (nachträglich ordentliche Veranlagung)

Eine wichtige Änderung betrifft die Quellensteuerpflichtigen. Bisher konnte jeweils bis zum 31. März des Folgejahres eine Korrektur der Quellensteuer verlangt werden, z.B. zur Geltendmachung von höheren Fahrspesen oder einer Säule 3a-Einzahlung.

Neu können in der Schweiz ansässige Quellensteuerpflichtige einmalig einen Antrag auf eine freiwillige nachträgliche ordentliche Veranlagung stellen. Dieser kann nicht mehr zurückgezogen werden und gilt bis zum Ende der Quellensteuerpflicht.

Es ist somit umso wichtiger die voraussichtlichen zukünftigen Verhältnisse in den Entscheid, ob eine ordentliche Veranlagung verlangt wird, miteinzubeziehen. Wir empfehlen Ihnen deshalb Ihren Steuerberater frühzeitig in den Entscheidungsprozess einzubinden.

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Bundesgesetz über die Revision der Quellenbesteuerung des Erwerbseinkommens, gültig ab 1. Januar 2021
Bundesgesetz Revision Quellenbesteuerung
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Kreisschreiben Nr. 45 der ESTV, gültig ab 1. Januar 2021
Kreisschreiben Nr. 45.pdf
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